UBS will im Investment-Banking Risiken reduzieren

Oswald Grübel hat die Konsequenzen aus dem aktuellen Verlustfall im Investment-Banking gezogen und ist am vergangenen Samstag mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Im Gespräch mit dem UBS-Präsidenten Kaspar Villiger hat er u.a. argumentiert, dass das niemand verstehe, er könne niemandem erklären, dass ein einzelner Händler einfach so 2.3 Mia. $ verliere. Damit hat er sicherlich recht; die Öffentlichkeit dürfte für diese erneuten negativen Schlagzeilen der UBS kaum mehr Verständnis aufbringen. In seinem Dankesschreiben an die Mitarbeiter der UBS meinte er ausserdem, dass er über den enstandenen Verlust zutiefst schockiert sei; es handle sich dabei um ein Ereignis mit weltweiten Auswirkungen bis in den politischen Bereich. Sollte er damit eine weitere Verschärfung der regulatorischen Rahmenbedingungen ansprechen, gegen welche sich die UBS seit ihrer Rettung durch den Staat mehrmals kritisch und zum Teil auch drohend geäussert hat, dann lässt sich der Beitrag der UBS dazu wohl kaum bestreiten. Schliesslich verzeichnete die Bank im Laufe der Finanzkrise den grössten Verlust innerhalb der europäischen Finanzbranche, versprach unter Oswald Grübel Massnahmen, damit dies nicht noch einmal geschehen würde und lässt nun einen einzelnen Investmentbanker Geschäfte in einem Umfang tätigen, der knapp 20% des Eigenkapitals und damit des eigentlichen Haftungssubstrates des Unternehmens ausmacht! Der darauf erzielte Verlust von 2.3 Mia. $ macht doch immerhin rund 4% des Eigenkapitals aus!

Vor diesem Hintergrund liess Kaspar Villiger in einem Interview mit der NZZ am Sonntag vom vergangenen Wochenende folgendes verlauten: „Sicher ist: Die Investmentbank muss ihre Komplexität verringern, mit weniger Kapital auskommen und ihre Risiken zurückfahren. Wir müssen auf das fokussieren, was die Kunden wirklich brauchen (…). Die Investmentbank bleibt aber integraler Bestandteil der UBS.“ Auch ad interim CEO Sergio Ermotti spricht sich klar gegen eine Abspaltung des Investment-Bankings aus: „Wir werden nicht zulassen, dass unsere ganze Arbeit zerstört wird.“ Bleibt zu hoffen, dass die UBS unter Sergio Ermotti aus ökonomisch relevanten Gründen am integrierten Geschäftsmodell festzuhalten gedenkt und dabei die von Kaspar Villiger formulierten Ziele auch tatsächlich verfolgen wird. Der aktuelle Vorfall dürfte der Diskussion in der Öffentlichkeit über eine Ausgliederung der Investmentbank aber auf jeden Fall weiteren Vorschub leisten.

7 Comments

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